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Protzige
Konzernzentrale und schöne Reisen für die einen, stressige
Wege und schlechter Service für die Kunden!
Vom schlechten
Service der GEW "Rheinenergie"!
In den letzten Tagen gingen
durch die Medien Berichte über Haussuchungen bei einigen großen
städtischen Betrieben, unter anderem auch bei der GEW "Rheinenergie".
Grund der Durchsuchungen und der Beschlagnahme von Unterlagen
waren schöne Reisen ("Lustreisen"), deren Programm in allzu
weiten Teilen wenig mit dem jeweiligen Betrieb zu tun hatte.
In der Tat: Wenn man sich
mal anschaut, wie etwa die GEW (neuerdings: "Rheinenergie")
mit ihren Kunden umgeht, kann einen schon der Zorn packen.
Im folgenden sprechen wir weiter von der GEW; das beschönigende
"Rheinenergie", das wohl auch darüber hinwegtäuschen soll,
daß ein großer Teil des Stromes aus dem umweltverschmutzenden
Braunkohlentagebau kommt, schenken wir uns hier.
Am Parkgürtel 24, ziemlich
genau zwischen den KVB-Haltestellen Escher Strasse und Nußbaumerstrasse,
hat die GEW ihre protzige Konzernzentrale. Die meisten Menschen
allerdings, die diesen Bau aufsuchen, bekommen die sehr repräsentative
Eingangshalle gar nicht von innen zu sehen. Sie werden durch
einen Seiteneingang in einen ganz und gar unrepräsentativen
Bürotrakt geführt.
Da nämlich - und nur da! - kann man die Strom- und Gasrechnungen
der GEW in bar bezahlen.

Das verwundert: Denn die GEW
hat doch am Wiener Platz eine Zweigstelle. (In der Altstadt,
ganz in der Nähe vom Rathaus gab es auch mal eine).
Am Wiener Platz die Stromrechnung in bar zu bezahlen, ist aber nicht
möglich, das geht nur am Parkgürtel. Und so müssen all die
Menschen aus Mülheim, aus der Innenstadt, von wo auch immer
in ganz Köln sie kommen, sich auf den oft sehr weiten Weg
zum Parkgürtel machen, um in letzter Minute vor der drohenden
und teuren Stromsperrung ihre Strom- und Gasrechnung zu bezahlen.
All diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer kein Konto
haben, oder deren ALG II viel zu spät bewilligt und überwiesen
wurde für die rechtzeitige Bezahlung des Abschlages - all
denen wird dieser Weg aufgezwungen.
Man fragt sich, wofür eigentlich
das Büro der GEW am Wiener Platz da ist, wenn nicht genau für das wohnnahe
Bezahlen der Rechnungen? Wer aber bar zahlt, kann das nicht
in Mülheim oder in der Innenstadt machen, sondern muß zum
Parkgürtel. Kostenpunkt zwei KVB-Fahrten, immerhin 4,40 Euro,
die vielen der Betroffenen mit Sicherheit wehtun! Die
Konzernzentrale liegt nicht etwa kundenfreundlich an einer
Haltestelle, sondern ziemlich genau zwischen zwei Haltestellen,
sozusagen soweit weg wie möglich. Für die Kunden kommt also
noch ein ziemlich stressiger Weg dazu, begleitet und genervt
vom Lärm der vielen vorbeirasenden Autos und Lastwagen.

Was der Kunde bzw. die Kundin
dann nach Bezahlung als Quittung erhält, ist eine Art Kassenzettel
auf labberigem Papier, vom Format eben etwa eines Kassenzettels
oder einer Spielkarte. Ideal zum Verlieren oder verlegen,
geradezu prädestiniert zum Untergehen in Haushalten mit Kindern.
Eine ordentliche Quittung auf einem DIN-A-4 Bogen, mit Stempel
und Unterschrift, würde einen deutlich besseren Eindruck machen
und wäre eben auch besser zur Ablage in einem Aktenordner
geeignet!
All das aber kümmert die GEW
nicht. Nein, ihr Anliegen ist, daß die Aufsichtsräte und Vorstände
schöne Reisen auf Kosten der GEW und letztlich der Kunden
machen! Unter all diesen Umständen möchten wir doch die Hoffnung
äußern, daß die Ermittlungen gegen die GEW und die gerne reisenden
Aufsichtsräte von Erfolg gekrönt sein und mit vielen Verurteilungen
enden werden! Vielleicht sehen die Aufsichträte und Mitglieder
sonstiger Gremien dieses Konzerns dann ja mal den Handlungsbedarf
in Köln, statt nette Reisen anderswohin zu machen!
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